In Asien wird jede Woche eine Billigfluglinie gegründet
Die Voraussetzungen sind beeindruckend: Das wachsende wirtschaftliche Gewicht der Region,
die zunehmenden innerasiatischen Handelsströme und der Druck der
Tourismusbehörden.
Hinzu kommt, dass mehr als 235 Städte in Asien eine Bevölkerung von über
500 000 Menschen haben, jedoch nur wenige besitzen eine grenzüberschreitende
Flugverbindung. (aus FAZ vom 22.11.03)
Die Buchungsbereitschaft für Low Cost Airlines wächst
Manche Reisebüros haben wahrscheinlich viel zu lange die Billigflieger für
eine vorübergehende Erscheinung gehalten und in einer Mischung aus Trotz und
Hilflosigkeit bereits wertvolles Terrain verloren.
Inzwischen sind die Low Cost Airlines jedoch zu einem Marktfaktor geworden. Auch die
Ketten haben dies erkannt und geben mal mehr oder weniger zögerlich ihre
anfängliche Zurückhaltung auf. CWT investiert nun sogar mehr als eine Million
Euro um ihre deutschen und internationalen Geschäftsreise-Zentren mit einer
angepassten Version der Low.Fare Buchungsmaschine von Partners Software
auszurüsten. (07.11.03)
Hauptabsatzkanal ist das Internet
Die Erwartungen in den Vertriebsweg Amadeus haben sich laut Wolfgang Kurth, CEO der
Hapag-Lloyd Express GmbH, bis jetzt nicht erfüllt.
Zumindest billige Tickets werden mehr und mehr über das Internet gebucht.
(02.06.03)
Billigflug-Rechner
Diese Website hilft LowCost Airlines und die von ihnen bedienten Flugstrecken schnell
aufzufinden.
billigflugrechner.de
Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen
Nach einer bundesweiten Repräsentativbefragung sind im vergangenen Jahr 2002
erst 3,4 Prozent aller Deutschen (2,2 Millionen) mit einem Billigflieger verreist.
Für das laufende Jahr können sich dies jedoch schon 29 Prozent (19 Millionen)
vorstellen. (ITB 2003)
Bringen die Budget-Airlines den Durchbruch?
Die Zahlen der Billigflieger unterstreichen deutlich, der Kunde ist bereit direkt
zu buchen, besonders wenn er dadurch Geld spart. Das ist eine gute Nachricht für
viele Anbieter im Internet, werden nun doch die Kunden mehr und mehr an diesen
Vertriebsweg gewöhnt. Gleichzeitig ist es aber auch eine schlechte Nachricht
für alle anderen, ihr stationärer Kuchen verlagert sich ins Web. (03/03)
Monitor-Studie belegt:
Kunden von Billigfliegern jünger und besser ausgebildet.
Die Kunden der neuen "Low-Cost Airlines" sind im Vergleich zu anderen
Privatflugreisenden jünger und besser ausgebildet. Dies ist das Ergebnis
einer aktuellen Studie der internationalen Strategie- beratung Monitor Group,
München. Befragt wurden 1200 Kunden von Fluggesellschaften.
"Auf lange Sicht sind die jungen Low-Cost-Passagiere aufgrund ihres hohen
Bildungsgrades sehr interessante Kunden für alle Flug- gesellschaften. Tendenziell
werden sie später ein höheres Einkommen zur Verfügung haben als
andere Privatreisenden."
Das jugendliche Alter reflektiert sich auch im Buchungsverhalten. 80 Prozent werden im Internet gebucht. Hauptgrund sind die preis- günstigen Angebote. So gaben 45 Prozent der Befragten an, sich aufgrund des günstigen Preises für den Flug entschieden zu haben.
So führt nach Meinung von Experten das niedrige Preisniveau zu einem hohen
Kundennutzen und einer starken Kundenbindung. Die günstigen Preise ermöglichen
es, mehr Kurz- und Urlaubsflüge zu unternehmen oder Freunde öfters zu
besuchen. So sind auch bereits 43 Prozent aller Niedigpreispassagiere schon mehr als
einmal mit den Billigfliegern geflogen.
Übrigens: Catering, Lounge, Bordmagazine und Papiertickets werden als unnötig
eingeschätzt. (11.02.03)
Die Unbeweglichkeit der Reisemittler
Ein passendes Beispiel für die Unbeweglichkeit zahlreicher Reisemittler, ist
deren zögerliche Haltung bei der Vermittlung von Billigfliegern.
Hier und da ist man zwar inzwischen etwas einsichtiger geworden, möchte aber
erst nach der Anbindung im CRS aktiv werden.
Warum eigentlich? Warum warten und nicht auf bestehende Lösungen zugreifen?
Ein Wechsel wäre ja immer noch möglich. Warum erst die eigenen Kunden
wegschicken, anstatt sie an sich zu binden? Warum nicht schnell und flexibel auf
Marktveränderungen reagieren, anstatt über deren Zulässigkeit
zu diskutieren?
Hier hätten besonders die freien Reisebüros eine unsagbare Chance.
(29.12.02)
Billigflieger vermitteln, ja oder nein?
Ein Kollege berichtet freudig und stolz, dass einige seiner Kunden sich zwar für
ein paar Euro ein Billigticket in den Süden im Internet besorgt haben, das teure
Hotel aber bei ihm buchten. Der Glückliche hat seinen Verlust immer
noch nicht bemerkt.
Im Augenblick ist zwar nur der Flug weg, im nächsten Schritt wird der Kunde jedoch auch das Hotel woanders buchen. Dieser nächste Schritt wird dem Kunden von Tag zu Tag leichter gemacht. Nicht zuletzt von den Hotels selbst, denn wenn es Pauschal nicht mehr so läuft, dann müssen diese eben selbst schauen, wie sie ihre Häuser voll bekommen. Aber auch auf den Buchungsseiten der 'Low Cost' werden vermehrt Hotelangebote integriert.
Daher sollte ein Reisebüro sehr genau überlegen, ob es sich leisten kann, die Besorgung von Tickets der Billigflieger abzulehnen. Schließlich wäre dies der Anfang, die mühsam aufgebaute Kunden- bindung zu lösen.
Die bi-direktionale Bedeutung der Schnellfahrtstrecke
Der Zubringerdienst zum internationalen Großflughafen Frankfurt war mit einer der
bedeutendsten Gründe für den Bau dieser Strecke. Unerwartet und fast über
Nacht wird diese Verbindung nun aber auch umgekehrt zum Zubringer für den Flughafen
Köln, dem Drehkreuz der Low Cost Airlines. Und damit weitet sich das Einzugsgebiet
gewaltig aus.
Neue Anforderungen an Reisebüros durch Low Cost Carrier
Zu diesem Thema hat Carlson Wagonlit Travel am 05. Dezember 02 eine informative
Pressemitteilung herausgegeben:
lesen
Der Markt ist riesig
60 bis 70 Prozent der Kunden bei den No-Frills sind Neukunden, die noch nie in
einem Flugzeug gessesen haben. Der Markt der Noch-nicht-Flieger ist riesig und wird
nun von den Billigcarriern über einen eigenen Vertriebsweg erschlossen.
Online ergibt sich eine ganz andere Verfügbarkeit als über das
Reisebüro: 24 Stunden am Tag, an Wochenenden und die Warterei im Reisebüro
fällt auch weg. (Wolfgang Kurth im Tagesspiegel 03.11.02)
Reisebüro haftet
Der DRV rät den Reisebüros, wenn sie zum Billigflug weitere
Teilleistungen verkaufen unmissverständlich darauf inzuweisen, dass es sich
um Einzelleistungen handelt. Im anderen Fall muss das Reisebüro wie ein
Reiseveranstalter haften und den Kunden einen Sicherungsschein aushändigen.
(11/02)
Internetauftritte von Billigfliegern
Das Dirk Schernikau Institut hat Mitte November 2002 die Websites von sechs
Airlines untersucht. Als Ergebnis wurde allen eine hohe Buchungssicherheit
attestiert.
Bei den Aspekten Inhalte, Texte, Benutzerführung, Design Image-Wirkung und
Mehrwertdienste für den Kunden, erhielt Germanwings die Note 1,6, Deutsche
BA 1,8, Buzz 2,3, HLX 2,7, EasyJet 3,1 und das Schlusslicht Ryanair 3,4.
Am Ende werden es aber doch die Nutzer sein die entscheiden und vermutlich aus ganz anderen Kriterien und wesentlich pragmatischer.
48 Prozent hätten Linie gebucht
Nach einer Studie der Bonner Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners,
sind die Kunden der Billigflieger oft lukrative Vielflieger.
Lediglich 37 Prozent gaben an, dass sie ohne die Ryanair-Angebote ihre Reise nicht
angetreten hätten; 15 Prozent hätten stattdessen Bahn oder Auto genutzt.
Aber fast die Hälfte wären andernfalls mit einer großen
Linienfluggesellschaft geflogen.
Nach den ersten Erfahrungen beabsichtigen 57 Prozent der Befragten, in Zukunft häufiger die günstigen Gesellschaften zu benutzen.
Die Bonner Berater warnen daher auch. Die etablierten Airlines sollten die Entwicklung
nicht auf die leichte Schulter nehmen. Von den befragten Passagieren waren über
51 Prozent Akademiker, 40 Prozent zwischen 25 und 35 Jahre alt und 27 Prozent
wiesen sich durch ihre Vilefliegerkarte von einer etablierten Gesellschaft als
häufiger Fluggast aus. Das sind attraktive Kunden.
Quelle: ftd.de 02.07.02
Reisebüros dürfen sich nicht ausschließen
Stärker jedoch als die etablierten Airlines, sind die
Reisebüros von dieser Entwicklung betroffen. Sie müssen endlich das
veränderte Kundenverhalten begreifen. Nicht selten nimmt selbst der gutverdienende
Geschäftsführer aus der Industrie seine eigenen Brote mit auf den
No-Frill. Das ist weniger ein Spar- fimmel, als ein Sportfimmel. Abends geht
es wieder ins Sterne-Restaurant.
Deshalb werden auch Reisebüros, die diese Fluggesellschaften nicht in ihre Beratung und Vermittlung aufnehmen, bald auf der Verliererseite stehen. Denn wer beraten werden will, der will dies umfassend und neutral. Sonst entwickelt sich schnell der Eindruck einer nur auf Ertrag ausgerichteten Beratung und das kann verheerend werden.
Das Interesse der Geschäftsreisenden nimmt stetig zu
Inzwischen arbeiten IT-Firmen fieberhaft daran, die No-Frills in die
Buchungssysteme der Geschäftsunternehmen einzubinden. Aus Sicht der Arlines
ist dies sicher sinnvoller als eine Anbindung an klassische CRS. Die Aussagen von
Buzz unterstreichen dies deutlich, denn Buzz hat bereits einen Anteil von 50 Prozent
Geschäfts- reisenden. Bei Ryanair sind es erst 15 Prozent. (09/02)