Einleitung - ws
Natürlich hat das Reisebüro noch Chancen, doch sie werden geringer,
sie müssen mehr denn je gesucht werden und es wird aufwendiger sie erfolgreich
zu nutzen.
Trotz dieser vielleicht wenigstens etwas optimistischen Aussage darf man nicht die Tatsache aus den Augen lassen, dass die Zahl der Reisebüros abgenommen hat. Noch viel stärker hat die Anzahl der Mitarbeiter abgenommen, wobei größere Reisebüros naturgemäß stärker betroffen waren, als die kleineren Büros.
Bildzeitung gratis zum Brötchen - 06. November 2004
Heute überraschte mich mein Bäcker mit einer völlig neuen
Kunden- bindungs-Aktion: Beim Kauf von Backwaren im Wert ab 3 Euro gibt es eine
druckfrische Bild-Zeitung gratis dazu.
Ist es nicht großartig, was sich da ein einfacher Bäcker hat einfallen
lassen, um im harten Wettbewerb zu bestehen? Besser hätte kein noch so teures
Beratungsunternehmen den Zugabe-Bedarf herausfiltern können. Fazit: Ideen
muss man haben.
Markus Heller, FVW-Kongress - 14. Oktober 2004
Markus Heller erwartet, dass die Zahl der Reisebüros drastisch sinkt.
Er prognostiziert jedoch gleichzeitig steigende Erträge im Fluggeschäft
(aber auf geringerem Umsatz).
In der Touristik werden seiner Meinung nach bis 2008 Umsatz und Ertrag gering
abnehmen. Erstaunlich, dass Markus Heller einen zwar geringen, aber immerhin
steigenden Umsatz im Bahngeschäft sieht. Die Erträge erwartet er aber auch
hier abnehmend.
Jörg Eichler, TUI, FVW-Kongress - 14. Oktober 2004
Beruhigende Worte findet Jörg Eichler, TUI-Vertriebschef. Nach seiner Meinung
hätten die Veranstalter wesentlich höhere Marketingkosten, wenn sie in der
Fläche nicht mehr vertreten wären.
Frau Merkel, Reisebürokundin - 13. Oktober 2004
"Ich weiß überhaupt nicht mehr, wo ich meine Reisen buchen soll, alle
meine langjährigen und erfahrenen Ansprechpartner sind nicht mehr da."
Markus Orth, L'tur, FVW-Kongress - 13. Oktober 2004
"Das Internet wird zum Rückgrat der Kundenbetreuung. Anbieter, Hotels und
Veranstalter werden die Chancen zum Direktvertrieb selbst nutzen und große
Portale werden eigene Produkte aufbauen.
Trotzdem bleiben unsere Reisebüros unser wichtigstes Standbein."
Peter Rothwell, TUI Northern Europe, FVW-Kongress - 13. Oktober 2004
"Low-Cost hat in den kommenden Jahren enorme Wachstumschancen. Ein weiterer
Umsatzbringer wird der Online-Vertrieb sein. (zurzeit 14,8 Prozent vom Umsatz)
Die Anzahl der Offline-Reisebüros wird zurückgehen."