Technisches zu Modem und ISDN

Was sind
die technischen Voraussetzungen für einen Anschluss?

Wer bereits über einen ISDN-Anschluss verfügt und diesen nun auch für die Online-Dienste nutzen will, muss entweder seinen PC mit einer ISDN-Karte (siehe unten) aufrüsten oder seinen Anschluss um einen externen ISDN-Adapter ergänzen.

Wer noch nicht über einen derartigen Zugang verfügt, muss natürlich als erstes eine ISDN-Leitung beantragen. In den Bereitstellungs- kosten ist bereits das Netzabschlussgerät (NBTA) enthalten. Bei Selbstmontage kostet dies rund 100 DM.

Dieses NBTA wird ganz einfach auf der einen Seite per Steckkabel mit der TAE-Dose in der Wand und auf der anderen Seite mit einem ISDN-Adapter verbunden.

Der ISDN-Adapter
Die Auswahl des richtigen Adapters ist wesentlich von der geplanten Verwendung abhängig. Die Kosten dafür müssen jedoch nicht hoch sein.
Abgesehen von ganz einfachen und preiswerten Angeboten gibt es auch bereits leistungsstarke ISDN-Telekommunikationsanlagen, an die man nicht nur den PC, sondern auch bis zu vier analoge Geräte anschließen kann. Analoge Geräte bedeuten hier Telefone und Telefax. Die Kosten sind vertragsabhängig, liegen aber derzeit unter 200 DM.

Als Beispiel wäre das Eumex 504 PC USB zu nennen. Die kleine Anlage kann sowohl über USB- als auch über V.24-Schnittstelle angeschlossen werden.

ISDN-Karten
Eine andere Möglichkeit bieten die bereits erwähnten fest im PC eingebauten ISDN-Karten. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Karte Plug & Play unterstützt. Denn dann kann man die von früher bekannten und gefürchteten Schwierigkeiten bei der Installation fast vergessen.

Die Vielfalt der Angebote ist groß, der Unterschied in der Hardware aber nur noch minimal. Dadurch gewinnt jedoch die Software- ausstattung als wichtiges Unterscheidungsmerkmal stark an Bedeutung. Denn ohne ein gute Kommunikationssoftware und aktuelle Treiber nützt auch die beste ISDN-Karte nichts.

Welche Karten werden besonders empfohlen?

Fritz Card ist eine passive Karte, die jedoch ab einem Pentium-PC völlig ausreicht. Der Unterschied ist, dass eine aktive Karte noch über einen zusätzlichen Prozessor und einen Puffer-Speicher verfügt. Damit kann man leistungsschwächere PC's entlasten. Die Kosten liegen bei rund 150 Mark.
avm.de

Quickstep 3000 von Elsa ist eine Hybrid-Karte. Dies bedeutet, dass hardwaremäßig zwei Geräte auf der Karte untergebracht wurden, welche sowohl die Funktion ISDN, als auch die Funktion eines analogen Modems (V.34+) unterstützen. Die erweiterte Technik hat mit rund 400 Mark natürlich ihren Preis.
elsa.de

Diva Pro 2.0 von Eicon Diehl ist eine semiaktive Karte. Sie hat also einen zusätzlichen Prozessor, der die CPU des PC's entlastet, es fehlt jedoch ein Pufferspeicher. Die Karte erzielt gute Testergebnisse, handelt sich aber auch den Vorwurf ein, zu teuer zu sein. Die Kosten betragen rund 750 Mark
eicon.de

Weitere Informationen und aktuelle Testergebnisse findet man regel- mäßig in den verschiedenen EDV/Computer/Internet - Magazinen.

Ein externes Modem   (analog)
hat aber auch seinen Reiz. Es lässt sich in der Regel nicht nur in wenigen Minuten voll funktionsfähig anschließen, sondern es kann auch sehr flexibel einmal an diesem und einmal an jenem PC eingesetzt werden. Ein Umstand, der besonders für Kundenbesuche sehr willkommen sein kann.

Für serielle Schnittstellen sind empfehlenswert:
Elsa MicroLink 56k basic für rund 139 Mark,
Elsa MicroLink office mit Faxfunktion, zwischen 290 und 350 Mark,
3Com/USRobotics Professional Message Modem, rund 250 Mark,
Creatix V.90 für rund 130 Mark.

Wer jedoch schon an seinem PC eine USB-Schnittstelle besitzt, sollte lieber zum
Elsa Microlink 56k USB greifen. Der Vorteil ist, dass Dank einer maximalen Datenrate von 8 Mbit/s keine Datenstaus zwischen Modem und PC entstehen. Zudem versorgt der Bus das Gerät auch noch mit Strom. Das Modem wird zur Zeit für 199 Mark angeboten. Die Installation ist bei USB außerdem besonders einfach.

Microlink von Elsa,   und   Modems von Creatix   und   Modems von 3Com

k_modem2.htm - erstellt am 12. Januar 1999 - geändert am 06. Dezember 2000