Über den Umgang und den Schutz von Passwörtern

Von vielen Anwendern wird die Bedeutung des Passwortes schlicht igno- riert und oft nur als ein lästiges Übel empfunden. Entsprechend leichtfertig wird dann auch mit der Auswahl der für die Sicherheit so wichtigen Pass- wörtern umgegangen.

Dabei wird sich deren Bedeutung in den nächsten Jahren noch steigern, denn auch die Zahl der Anwendungen, die man vor fremdem Zugriff schützen will oder schützen sollte, wird weiter anwachsen. Gleichzeitig wächst das Problem sich die vielen Passwörter zu merken.

Was sollte man deshalb keinesfalls tun?
Man sollte sein Passwort möglichst nicht aufschreiben und wenn es doch notwendig sein sollte dann so, dass es niemand erfahren kann.
Wählen Sie keine persönlichen Wörter, wie Vornamen oder Hobbys. Diese werden viel zu leicht erraten.
Achten Sie darauf, dass Ihnen bei der Eingabe niemand über die Schulter schaut. Besonders in großen Firmen wird man sonst schnell ausspioniert.
Ändern Sie Ihr Passwort in unterschiedlichen Abständen.

Wie kann man sich die Passwörter einfacher merken?
Am einfachsten ist es die Anfangsbuchstaben eines Gedichtes oder eines Liedes zu wählen. 'WBCDRS' könnte so für 'Wenn bei Capri die rote Sonne' stehen.

Ein angenehmer Vorteil ist, dass man nun nicht mehr das genaue Pass- wort für den Fall des Vergessens aufschreiben muss, sondern nur noch die Eselsbrücke dazu. Also Insel, Isola oder Fischer.

Hinter der Eselsbrücke St.Louis könnten sich so der Mississippi, aber auch alle Songs von Louis Armstrong verbergen.

Noch sicherer wird das Passwort, wenn Sie es an dritter oder anderer Stelle mit einem Sonderzeichen ergänzen:
          'WBC/drs' - - 'HAMburg3*' - - 'hu3ndka3tz'.

Eine andere wirksame Variante sind willkürlich zusammengesetzte Worte. So erinnert die 'Capri//Maus' vielleicht an den letzten Urlaub und bleibt damit für immer unvergessen.

k_passw.htm - erstellt am 17. Dezember 1999