WLAN auf dem Vormarsch

Der neue und teure Mobilfunkstandard UMTS hat noch lange nicht richtig Fuß gefasst, da breitet sich mit Wireless Local Area Networks (WLAN) bereits eine weitere Entwicklung aus. Heute wird sie zwar überwiegend nur von Geschäftsreisenden genutzt, doch bereits morgen kann es schon eine Technik für jederman sein.

Die Technik
Wie der Name es schon andeutet, handelt es bei WLAN um Funknetze. Für das Senden und Empfangen werden sogenannte Hotspots eingerichtet, die lokal den drahtlosen Zugang zum Internet gestatten. Die Geschwindigkeit ist dabei einhundertmal schneller als ISDN.
WLAN ist auch mehrfach schneller als UMTS. Der Vorteil von UMTS wird jedoch in der Flächendeckung liegen, während die Überlegen- heit des WLAN zweifelos im stationären Einsatz zu sehen ist.

Die technischen Anforderungen für den Nutzer sind gering. Der PC oder das Notebook muss lediglich mit einer WLAN-Karte ausgestattet sein. Bei den neueren Notebooks gehört dies heute fast schon zum Standard.
Die WLAN-Karte wandelt die Funksignale in digitale Daten um, die der Computer verstehen und verarbeiten kann.

Standorte
Die Anzahl der bereits existierenden öffentlichen Hotspots liegt bereits bei weit über einhundert. Und fast täglich kommen neue hinzu.
Die bevorzugten ersten Einsatzorte waren die Hotels. Doch nun bieten auch die Deutsche Bahn und Lufthansa WLAN ihren Kunden an. Die Bahn hat ihr Angebot unter dem Namen "rail&mail" in den DB Lounges im Hauptbahnhof Köln und in Frankfurt im Hauptbahnof und Flughafen gestartet.
Aber auch an Flughäfen und ab 15. Januar auf der Lufthansa Boeing von Frankfurt nach Washinton wird WLAN eingesetzt.

Doch schon zeigen sich weitere interessante Einsatzorte an. Sprach man bislang von den Hotspots, so ist das nächtse Ziel die Hotzones. Gemeint sind damit ganze Städte. Bereits gestartet oder in Vorbereitung sind WLAN in Wiesbaden, Darmstadt, Heilbronn und Stuttgart. Je nach Größe der Stadt rechnet man mit 100 bis 300 Hotspots. Damit ändert sich natürlich die Zielgruppe und weitet sich auf jeden Internet-Nutzer aus.
Standorte von Hotspots findet man unter:
placetobee-portale.de und wlansinn.de

Teilnahmekosten
Es gibt Hotels, bei denen die freie Nutzung eines Hotspots im Zimmerpreis eingeschlossen ist. Bei anderen oder an öffentlichen Plätzen sind die Nutzungskosten jedoch noch sehr unterschiedlich. Es beginnt mit wenigen Euro für ein paar Stunden oder einen Tag und endet mit Wochen- oder Monatsabonnements. Manche Angebote sind auch wiederum volumenabhängig.
Doch hier wird es zwangsläufig zu anderen Lösungen kommen müssen. Denn zumindest der Geschäftsreisende wünscht sich überrregional nutzbare Angebote und damit eine vereinfachte Abrechnung. Die Diskussionen dazu haben bereits begonnen.

W-Lan wird scheitern 30.06.03 FAZ
Nach Ansicht von Forrester Research werden sich Funknetze nicht durchsetzen. Als Gründe werden genannt:
Komplizierte Einwahlverfahren, ungelöste Probleme beim Übergang in andere Netze, zu geringe Sicherheit, geringer Anteil (16 Prozent) der für diese Technik bevorzugten Geräte (Laptops) und die geringe Bereitschaft für den W-Lan Geld auszugeben.
Ein Gartner-Analyst ist zu dem gleichen Ergebnis gekommen.

k_wlan - erstellt am 27.12.2002 - geändert am 30.06.2003